Süchtig?

Ist man süchtig nach Büchern, wenn man

– bis 4 Uhr morgens liest, nur um das Ende einer Geschichte zu erfahren?

– nach einem Besuch beim Flohmarkt oder im Buchladen ein neues Regal benötigt?

– zu Besuch bei Freunden zunächst deren Bücherregal abcheckt?

– zwischen der Realität und der Fiktion manchmal nicht mehr unterscheiden kann?

– Gehälter in Bücher umrechnet?

Vielleicht.

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Nachtlicht – Alice im Wunderland

Seit einiger Zeit bin ich bei Pinterest angemeldet. Es ist Fluch und Segen zugleich. Es gibt so viele schöne Dinge zu entdecken – Die man dann auch alle haben will.

Gerade habe ich aber genügend Zeit, um auch aufwendige Bastelprojekte unzusetzen. So hatte ich mir gestern vorgenommen, ein Nachtlicht herzustellen. Das Motiv? Alice im Wunderland! 
Dazu benötigt man:

  • einen dicken Bilderrahmen (solche zum „Befüllen“) (ich habe meinen, Maße ca. 23x23cm, für nur 3,99 Euro bei Woolworth gekauft)
  • eine Lichterkette (meine ist ein LED-Streifen, ebenfalls von Woolworth für nur 2,99 Euro, batteriebetrieben) 
  • weißes Papier (aufgrund meiner Maße in A3, die Anzahl der Blätter richtet sich nach den Ebenen, ich habe 5 benötigt)
  • Styropor, um kleine Leisten zu schneiden 
  • Kleber (Uhu Flinke Flasche)
  • Skalpell (wirklich scharf!)
  • Schneidematte (oder eine andere Unterlage)
  • Lineal

Auf Pinterest fand ich eine Youtube-Anleitung. Danach habe ich in Photoshop meine Vorlage erstellt und die 4 Ebenen ausgedruckt (spiegelverkehrt, ich wollte eventuelle Bleistiftlinien nicht auf der Vorderseite haben). Achtung: Die Motive müssen immer Kontakt zum Rand haben, sie können ja nicht in der Luft schweben 🙂 

Je einen Ausdruck habe ich dann auf mein dickes Papier (120 g) übertragen. Dazu habe ich beides gegen das Fenster gehalten. 

Dann kam der mühsamste Teil: Das Ausschneiden. Mit dem Skalpell geht das gut, aber je feiner die Motive sind, desto aufwendiger ist es selbstverständlich. 

Nach dem Ausschneiden können die Ebenen in den Rahmen. Dazu habe ich schmale Leisten aus Styropor geschnitten. Blatt 1 rein, eine Runde Leisten aufkleben, Blatt 2 drauf usw. Zum Schluss klebt man die Lichter ein. Ob man ein LED-Band nimmt oder eine Lichterkette, ist egal. Ich finde, das Licht beim Band ist gleichmäßiger.
Damit die Rückwand nicht die Lichter kaputt macht, habe ich kleine Abstandhalter aus Styroporresten gemacht und in die Ecken geklebt. Deckel drauf und den perfekten Platz in der Wohnung für das megatolle Nachtlicht finden!

Mobile für den Wickelplatz

In wenigen Tagen ist es so weit, da müssen die Vorbereitungen langsam abgeschlossen sein. 

Ein individuelles Mobile musste her. Das Astrophysikerbaby wird künftig auf 2 außerirdische Monster, eine Rakete und den Saturn, einen brennenden Kometen und 2 Saurier gucken. Achtung, Spoiler: Die Saurier überleben die Ankunft des Kometen nicht. Aber das verraten wir dem Kleinen erst, wenn er größer ist 🙂
Die Vorlagen für die Tierchen habe ich per Hand gezeichnet. Inspirationen gibt es auf Pinterest. Dann werden die Vorlagen auf Filz übertragen. Günstigen Bastelfilz gibt es z. B. bei Rossmann. Die Augen und Punkte habe ich aufgenäht, danach die zwei Teile zusammengenäht. Eine Anleitung dazu gibt es auf YouTube.

Das Gestänge für das Mobile kaufte ich im Bastelladen. Der Stern von efco hat einen Durchmesser von 33cm.

Übrigens: Das Mobile hängt über dem Wickelplatz besser, als über dem Bettchen. Im Bett wird geschlafen, da braucht man keine Aktion.

Babystrickjacke

Das Kleine kommt im Winter, eine Strickjacke ist daher Pflicht. Ich habe mich für eine neutrale Farbe entschieden. Das „Sommergarn“, keine Ahnung, warum es so heißt, besteht aus 65% Baumwolle und 35% Viskose. 50g haben eine Lauflänge von 80m, die empfohlene Nadelstärke ist 3,5-4.

Ich habe 8 Maschen für die eine Vorderseite, 6 für einen Arm, 16 für den Rücken, 6 für den anderen Arm und 8 für die zweite Vorderseite angeschlagen. Ich bin ein großer Raglan-Fan. Man nimmt einfach an den vier Stellen in jeder Runde zu, solange, bis man die gewünschte Breite des Arms erreicht hat. Zusätzlich habe ich immer am Ende der Reihe eine Masche zugenommen, genauso lange wie für die Ärmel. Vorder- und Rückteil sind mit Perlenmuster gearbeitet (zwei Maschem rechts, zwei links; in der Runde drauf genauso. In Runde drei tauschen. Es entstehen quasi kleine Quadrate), die Ärmel mit rechten Maschen.

Zum Verschließen kann man Knöpfe arbeiten. Ich wollte etwas mehr Flexibilität, daher habe ich zwei Schnüre angehäkelt. 35 Luftmaschen und dann 35 feste Maschen zurück, fertig 🙂

Selfmade Weihnachten

Dieses Jahr zu Weihnachten gab es viele selbstgemachte Geschenke. Dazu habe ich verschiedene Techniken benutzt:

– Seidenmalerei: Das habe ich schon in der Grundschule geliebt ❤ In den vergangenen Jahren scheint es etwas aus der Mode gekommen zu sein, das kann ich gar nicht verstehen. Man kauft „Rohlinge“, macht diese nass, legt sie gekruschelt auf einen Tisch und tupft dann die Farbe auf. Bitte immer darauf achten, dass die Farben auf Wasserbasis sind und bügelfixierbar. Man fängt mit der hellsten Farbe an, nicht zu viele Farben verwenden. Besondere Effekte bekommt man mit groben Salz. Einfach nach dem Malen vereinzelt verstreuen. Trocknen lassen. Salz entfernen und alles auf höchster Stufe bügeln. Per Hand waschen und ggf. nach dem Trocknen nochmal bügeln.

– Perlenhäkeln: Das ist ein neues Hobby von mir. Ich sah im Sommer eine Frau, die mit Perlen gehäkelt hat. Es sah nicht so kompliziert aus. Das Häkeln selbst ist auch nicht schwer (fangt mit einem Durchmesser von 6-8 Perlen an!) Allerdings muss man sich unbedingt an die Fädelanleitungen halten. Davon findet ihr viele im Perlenwiki und auf Pinterest.

– Ein Armband habe ich mit Draht gearbeitet. Das war ziemlich cool und sieht mega edel aus. Auch diese Anleitung gibt es auf YouTube, das Armband heiß Marilyn Monroe! 

– Besonders schön sind die Stulpen geworden. Dazu gibt es hier eine Anleitung. 

Babyschuhe

Langsam kann ich es nicht mehr abstreiten: Nachwuchs hat sich angekündigt. Die letzten zwei Abende habe ich niedliche Babyschuhe gestrickt, die Anleitung in zwei Teilen gibt es auf YouTube

Das Schuppenmuster werde ich bestimmt nochmal an einer anderen Stelle verwenden. Es ist viel einfacher, als es aussieht. Man macht eine „Hilfsreihe“: Ein Stäbchen, eine Luftmasche, zwei Maschen auslassen und zwei Stäbchen in nächste Masche. Das wiederholen wir bis zum Ende. In der nächsten Runde machen wir dann Stäbchen um eins der zwei Stäbchen herum (5-6, je nachdem, wie viele passen), leicht drehen und nochmal Stäbchen um das andere der zwei Stäbchen. Mit einer Kettmasche auf das einzelne Stäbchen der Vorreihe fixieren.

Stulpen mit Dreieckmuster

In der Handmade Kultur vom November 2016 fand ich verschiedene Anleitungen für Stulpen. Genau richtig für diese Jahreszeit. Leider funktionierte die ausgesuchte Anleitung nicht so, wie ich mir das vorstellte. Also passte ich das Muster an, den Entwurf findet ihr hier als Bild: 

Die wichtigste Änderungen: Ich habe die zweite Stulpe mit einem spiegelverkehrten Muster gearbeitet und die Zwischenrunden weggelassen, sodass das Muster deutlicher wird. Welche Stulpe ihr nachher an welcher Hand tragen wollt, ist euch überlassen.

Verwendet habe ich „Contessa“ eine sehr weiche und stark glänzende Wolle von MäcGeiz. Das Nadelspiel hatte die Stärke 3.

Angeschlagen habe ich 48 Maschen, die Anzahl sollte durch acht teilbar und gerade sein. Ich verteilte die Maschen auf 3 Nadeln. Dabei achte ich immer darauf, dass der Anfang nicht am Ende/Anfang einer Nadel ist. Bei mir entstanden dadurch immer größere Abstände, jetzt geht es.

Das Muster zeigt es, zunächst habe ich sieben Reihen Bündchenmuster (rechts/links) gestrickt. (Bei der linken Stulpe fing ich mit einer rechten Masche an, bei der rechten mit einer linken). Nach dem Bündchen beginnen die Musterreihen. 

Ich habe das Muster fünf Mal gestrickt, dann kam der Daumenschlitz. Für diesen kettet ihr einfach sechs Maschen ab, die ihr in der folgenden Runde durch Umschläge neu aufnehmt.

Noch zwei Mal das Muster vervollständigen und wieder ein Bündchen arbeiten. Fäden vernähen. Die zweite Stulpe dann spiegelverkehrt arbeiten. 

So sieht mein Endergebnis aus:

Ich finde, dass das Muster durch die gewählte Farbe besonders gut zur Geltung kommt.